Tanz- und Folkloreensemble "Ihna"

aus Erlangen

Fränkischer Tag, 08.08.2005

Buntes Programm in Polen

"Ihna" beim Folklorefestival in Gollnow


ERLANGEN.  "Und ganz be­sonders begrüßen wir die Gäste aus dem Vaterland unseres Hei­ligen Vaters", sagte der Pfarrer, in der Sonntags-Messe der Sankt Katharinenkirche Gollnow/Polen. Er meinte damit das Tanz- und Folkloreensemble "Ihna" aus Erlangen, das unter der Leitung von Eike Haenel aus Herzogenaurach neben Tanzgruppen aus der Slowakei, Deutschland, Lettland, der Ukraine, Polen und Weißrussland am I. Hansefestival und dem X. Internationalen Folkloretreffen Nad Ina (an der lhna) teilgenommen hatte.

Zum I. Hansefestival in Gollnow hatten sich die polnischen Organisatoren viel einfallen lassen. Um ihren Bürgern zu zeigen, was es bedeutet in einer geteilten Stadt wie ehemals Berlin zu leben, hatten sie die Brücken über die Ihna kurzer­hand gesperrt.

Problemlos passieren durfte nur, wer sich einen Pass und ei­ne Besuchserlaubnis in einem extra eingerichtetem "Pass­amt" besorgte: Wer das nicht tat, musste sich mühsam durch eine enge Stelle der Brücke quä­len. Das Festival fand auf drei Bühnen beiderseits der Ihna statt. Die Tanz- und Speeldeel "Ihna" zeigte ihr Programm "Lieder und Tänze aus Deutschland" auf der über­dachten Hauptbühne, hatte aber das Pech, dass sich durch einen plötzlichen Platzregen die Zuschauerreihen merklich lichteten. Besser ging es den Er­langern im Schloss der pom­merschen Herzöge von Stettin. Vor einer respektablen Zu­schauerkulisse zeigten sie das gleiche Programm im Innen­hof. Weitere Auftritte fanden auf der Freilichtbühne der Strandpromenade von Kolberg und im Freilichttheater von Greifhagen statt.

Auch an Freizeit hatten die polnischen Organisatoren gedacht: Man besichtigte Stettin und Kolberg, unternahm eine stürmische Kutterreise auf der Ostsee, badete am Strand von Kolberg und im Aquapark "La­guna" in Greifhagen, und be­sichtigte die Kirchenruine von Hoff, die langsam in der Ostsee versinkt.