Tanz- und Folkloreensemble "Ihna"

aus Erlangen

Erlanger Nachrichten,  04.10.2004

Fröhliche Feier zum Einheitstag

Bund der Vertriebenen kam im Frankenhof zusammen

Das Tanz- und Folkloreensemble "Ihna" begeisterte bei der Veranstaltung des BdV, der im Frankenhof den Tag der Heimat feierte. Foto: André De Geare

ERLANGEN. Mit Liedern und Tänzen aus Deutschland gestaltete das Erlanger Tanz- und Folkloreensemble „Ihna“ die Feierstunde des Bundes der Ver­triebenen (BdV) zum „Tag der Hei­mat" verknüpft mit dem „Tag der deutschen Einheit. Dem farbenprächtigen Bühnenge­schehen folgte eine große Besucher­schar im Saal des „Frankenhof" mit örtlicher Politprominenz, an der Spitze MdB Stefan Müller, MdL Joachim Hermann, Mitglieder des Stadt­rates der CSU, SPD und Grüne Liste, ferner Ehrenbürger Professor Niko­laus Fiebiger.

Bürgermeister Gerd Lohwasser übermittelte in Vertretung von Schirmherr OB Siegfried Balleis die Grüße der Stadt. Er erinnerte, dass, der „Tag der Heimat" fast so alt wie die Bundesrepublik sei. Für das kul­turelle Engagement der Vertriebenen und der erfolgreichen Eingliederung mit dem Ziel der Aussöhnung zwischen den Völkern Europas zollte er den im BdV angegliederten Lands- mannschaften Anerkennung.

Die Grüße des Freistaates über­brachte Joachim Herrmann, Chef der CSU-Fraktion im bayerischen Land­tag. Glückwünsche von weiteren Stadtratsmitgliedern folgten von Jose Luis Ortega, SPD, sowie von der Sprecherin der Grünen Liste.

Keine Ansprüche     

BdV-Vorsitzender Eike Haenel ver­sicherte in seiner Ansprache, der Bund der Vertriebenen, Kreisver­band Erlangen- Höchstadt, stelle keine Entschädigungsansprüche an die heutigen Staaten der damaligen Ostprovinzen.  Haenel verwies auf zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen Landsmannschaften und polnischen Gruppen, verknüpft mit gemeinsamen Kulturprojekten. Der Auftritt der„ Ihna" zeigte die vielfältigen Erscheinungsformen von Brauchtum auf, das zu einem Teil die Hochfeste christlicher Volksfrömmig­keit zum Inhalt hat. Tanzend, singend und musizierend eroberten Kin­der und Jugendliche im Sturm die Herzen der Besucher im erinnerten unter anderem an den Erntedank, der oft über mehrere Tage hinweg ganze Dorfgemeinschaften zusam­menführte. Gleiches gilt für Hochzei­ten, die in Pommern, Schlesien, Sudetenland, Ost- und Westpreußen, ana­log dem Frankenland, als ein Fest der Gemeinsamkeit gefeiert wurde.

Krawatte für Bürgermeister

Das Folkloreensemble wurde stür­misch gefeiert, besonders bei „atem­beraubend artistischen Tänzen".  Die künstlerische Leitung hatte der neue BdV-Vorsitzende Eike Haenel. Über­einstimmend stellten die Veranstalter fest, man sei dem diesjährigen Thema zum Tag der Heimat „Dialog führen - Europa gestalten" voll gerecht geworden. Am Schluss überreichte die stellvertretende Vorsit­zende, Renate Gregor, Bürgermeister Gerd Lohwasser eine Krawatte mit den Emblemen der „Ihna".  go