Die Trachtenlandschaft Pommerns.

 

Pommern ist beiderseits der Oder eine historische Landschaft, die sich von der Halbinsel Darß bis Lauenburg erstreckt. Der Name Pommern (po more) ist slawischer Herkunft und bedeutet so viel wie „Land am Meer“. Das Gebiet setzt sich aus dem westlich der Oder gelegenen Vorpommern und dem östlich der Oder gelegenen Hinterpommern (heute im Wesentlichen die Wojewodschaft Westpommern) zusammen. Das wirtschaftliche Zentrum der Region ist nach wie vor Stettin/Szczecin. Heute ist Pommern die Heimat von zwei Nationen. Pommern gehört sowohl in Deutschland als auch in Polen zu den beliebtesten Urlaubsregionen.

In Pommern wurden bis 1945 sechs verschiedene Trachten getragen:

 

 

 

Original Chromolithographie (ca. 1890) im Privatbesitz von Eike HaenelOriginal Chromolithographie (ca. 1890) im Privatbesitz von Eike HaenelDie schönste pommersche Tracht - wer wollte da anderer Meinung sein – ist die Pyritzer Weizacker Tracht aus der Pyritzer Region (Pyrzyce ), nämlich aus dem Pyritzer Weizacker. Er liegt im Südosten Stettins und umfasst das Zuflussgebiet von Plöne (Plonia) und Ihna (Ina) um den Madü-See (Jezioro Miedwieckie) und den Plönesee (J. Plonskie).

 

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Jamunder Tracht

Der Ort Jamund liegt in Hinterpommern südlich des Jamunder See (Jamno), eines Strandsees der Ostsee. Etwa 5 Kilometer südlich des Ortes liegt die Stadtmitte von Köslin (Koszalin). Die erste Erwähnung von Jamund stammt aus dem Jahre 1278, als Hermann von Gleichen, Bischof von Cammin, das Dorf dem neugegründeten Zisterzienserinnenkloster in Köslin überwies. 1331 übergab Bischof Friedrich von Eickstedt das Dorf der Stadt Köslin; es wurde eines der Stadteigentumsdörfer. Bis 1945 war Jamund ein volkskundliches Rückzugsgebiet, in dem sich Bestandteile und Zeugnisse älterer bäuerlicher Kultur – vor allem die eigenständige Jamunder Bauerntracht - erhalten hatten.

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Belbucker Bauerntracht

Belbucker Brautkrone
Belbucker Brautkrone

Nach der Gründung des Klosters Belbuck bei Treptow (Trzebiatów) an der Rega wurden Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts Siedler aus Friesland angeworben. Einige Bestandteile der Belbucker Bauerntracht lassen daher die Verbindung zum Herkunftsgebiet erkennen. Die ältesten Abbildungen der Tracht stammen von Wachsmann (um 1800) und von Karl Friedrich Schinkel.

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Die Mönchguter Fischertracht

Original Chromolithographie (ca. 1890) im Privatbesitz von Eike HaenelIm Südosten der Insel Rügen drängt sich die knapp 30 Quadratkilometer große Halbinsel Mönchgut zwischenGreifswalder Bodden und Ostsee. Ihre Bezeichnung verdankt die Halbinsel ihrer einstigen Zugehörigkeit zum Kloster Eldena bei Greifswald.  Die Mönchguter Fischertracht, die hier noch heute getragen wird, ist eine Arbeitstracht der Fischer.


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Die Trachten der Kaschuben

Tracht der Lebakaschuben, 19. Jahrhundert
Tracht der Lebakaschuben,
19. Jahrhundertht

Die Kaschuben oder Slowinzen (kaschubisch: Słowińcë, polnisch: Słowińcy) waren ein westslawisches Volk, das im Küstenland von Hinterpommern lebte. Ihr Siedlungsgebiet befand sich etwa zwischen den Städten Stolp (Słupsk) und Leba, heute polnische Woiwodschaft Pommern . Sie selbst bezeichneten sich als Lebakaschuben. Sie unterschieden sich von den in Pommerellen lebenden katholischen Kaschuben dadurch, dass sie protestantisch waren. Anders als die katholischen Kaschuben nahmen viele Slowinzen bereits ab Mitte des 17. bis in das 18. Jahrhundert die deutsche Sprache an, als der Gebrauch der kaschubischen Sprache durch Assimilation zurückgedrängt wurde. Während der Volkszählung von 1858 wurden im östlichen Hinterpommern weniger als 450 Personen ermittelt, die sich selbst noch als Kaschuben bezeichneten, während 4880 Personen die kaschubische Sprache beherrschten.

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Nach der Gründung des Klosters Belbuck bei Treptow (Trzebiatów) an der Rega wurden Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts Siedler aus Friesland angeworben. Einige Bestandteile der Belbucker Bauerntracht lassen daher die Verbindung zum Herkunftsgebiet erkennen. Die ältesten Abbildungen der Tracht stammen von Wachsmann (um 1800) und von Karl Friedrich Schinkel.

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